Was macht eigentlich…? René Tretschok
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Was macht eigentlich…? René Tretschok
von: koelsch am 03.09.2010 16:21:48
In dieser Woche beantwortet fc-koeln.de die Frage: „Was macht eigentlich René Tretschok?“ Der einstige Spieler des 1. FC Köln lebt seit seinem Weggang aus Köln in Potsdam und ist Trainer der U19 bei Hertha BSC Berlin. Darüber hinaus hat Tretschok eine Fußballschule in Babelsberg aufgebaut.
Als Champions-League-Sieger zum FC
(Geb. 23.12.1968) René Tretschok war eine der wenigen positiven Erscheinungen in der Bundesligasaison 1997|1998, in der der 1. FC Köln zum ersten Mal in seiner Geschichte in die Zweite Liga abstieg. Der gebürtige Wolfener war erst zu Beginn der Saison von Borussia Dortmund gekommen, mit denen er gerade die Champions League gewonnen hatte. Nach dem Abstieg verließ er den FC Richtung Hertha BSC Berlin. Insgesamt bestritt der torgefährliche Mittelfeldspieler 40 Spiele für den FC und erzielte neun Treffer.
Blamage im DFB-Pokal
Schon vor Beginn der Saison 1997|1998 musste der 1. FC Köln den ersten Rückschlag hinnehmen: Im UI-Cup schied der FC im Halbfinale gegen den SC Montpellier aufgrund der weniger geschossenen Auswärtstore nach Hin- und Rückspiel unglücklich aus. „Sofort kam die erste Unruhe auf“, erinnert sich Tretschok. So tat sich der FC in der Bundesliga von Beginn an schwer. Wenigen Lichtblicken wie dem 5:3-Sieg gegen den VfL Wolfsburg, zu dem Tretschok zwei Tore beisteuerte, stand viel Schatten gegenüber. Insbesondere im DFB-Pokal blamierte sich der FC, als er gegen den Regionalligisten SSV Ulm mit 1:3 baden ging.
„Wir waren keine Mannschaft“
„Im Prinzip hatten wir damals eine gute Mischung aus jungen und alten Spielern. Allerdings ist es uns nie gelungen, eine Mannschaft zu bilden. Dafür gab es zu viele Eifersüchteleien und zu viel Unruhe im Team“, analysiert Tretschok. Auch Lorenz-Günther Köstner, der Peter Neururer nach der 0:1-Pleite gegen Berlin auf der Trainerbank ablöste, schaffte es nicht, aus dem Team eine Einheit zu formen und den Verein wieder auf die Erfolgsstraße zu bringen. „Wir konnten unser Potential nicht in Ergebnisse umzusetzen“, so Tretschok. Über die gesamte Saison hinweg gelang es dem FC nicht, dem Abstiegskampf zu entrinnen.
Skandalspiel auf Schalke
Ein Spiel der Saison 1997|1998 blieb Tretschok in besonderer Erinnerung – die 1:0-Niederlage auf Schalke am 29. April 1998. Vor 55.000 Zuschauern spielte sich zehn Minuten vor Ende der Partie eine dramatische Szene ab, die in die Bundesliga-Geschichtsbücher einging. Beim Stande von 0:0 schoss Tretschok im Sechzehner wuchtig aufs Tor, doch der Schalker Oliver Held lenkte das Leder mit der Hand noch über die Latte. Schiedsrichter Uwe Kemmling sah das Vergehen nicht, fragte aber nach den vehementen Protesten der Kölner bei dem Schalker Mittelfeldspieler nach, ob die Hand im Spiel gewesen sei. Held verneinte und so nahm das Unglück seinen Lauf. Statt in Führung zu gehen kassierte der FC in der 90. Minute noch das 0:1 durch Radoslav Latal. „Das war eine ganz bittere Niederlage für den Verein“, so Tretschok. Oliver Held wurde im Nachhinein wegen unsportlichen Verhaltens zu zwei Spielen Sperre verurteilt. Dem FC nützte dies freilich wenig. Nach einer weiteren Pleite gegen Arminia Bielefeld und einem Remis gegen Bayer Leverkusen stieg der FC ab.
Karriereende beim SV Babelsberg 03
Den Gang in die Zweite Liga musste der FC allerdings ohne Tretschok antreten, der einen Vertrag bei Hertha BSC Berlin unterschrieb, wo er ebenfalls die meiste Zeit Teil der Stammformation war. Nach sieben Jahren Berlin wechselte er noch für drei Jahre zum SV Babelsberg 03 in die Oberliga, ehe er 2007 seine Karriere beendete. Seit Juni 2009 ist der 41-Jährige nun Trainer der U19 bei Hertha BSC Berlin.
Quelle: http://www.fc-koeln.de/index.php?id=16&tx_ttnews[tt_news]=5327&tx_ttnews[backPid]=10&cHash=8239db70d7
»Wenn Bayer mir eine Rechnung schickt, werde ich das Geld überweisen.« (Der Stürmer Lukas Podolski hatte nach dem 2:3 in Leverkusen vor Wut eine Scheibe eingetreten)

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