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Nationalmannschaft Podolski steht beim Heimspiel unter Druck

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koelsch
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Nationalmannschaft Podolski steht beim Heimspiel unter Druck

von: koelsch am 06.09.2010 11:24:41


Der deutschen Nationalmannschaft ist durch das 1:0 gegen Belgien der Start in die EM-Qualifikation geglückt. Doch während die Nation den wiedererstarkten Torjäger Miroslav Klose feiert, steht Lukas Podolski mal wieder in der Kritik.
Ausgerechnet vor "seinem Heimspiel" gegen Aserbaidschan am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) in Köln wächst der Druck auf Podolski. Nach seiner schwachen Leistung in Brüssel hat der Angreifer vom 1. FC Köln bei Bundestrainer Joachim Löw Kredit verspielt. Dem Angreifer, der im Nationalteam auf der linken Seite beheimatet ist, sitzt Bayern Münchens Toni Kroos im Nacken.

In Belgien ausgewechselt

"In der zweiten Halbzeit ist er abgefallen, er war nicht so im Spiel", sagte Löw, nachdem Podolski in Belgien lediglich durch einen gefährlichen Torschuss auffiel. In der 70. Minute wurde der 25-Jährige folgerichtig ausgewechselt, Kroos belebte anschließend das deutsche Spiel auf der linken Außenbahn. Dass Löw Podolski in Köln auf die Bank setzt, ist jedoch unwahrscheinlich.Bereits vor der WM in Südafrika stand Podolski nach einer schwachen Bundesliga-Saison für den 1. FC Köln im Kreuzfeuer der Kritik. Lediglich zwei Treffer waren dem Nationalstürmer in der gesamten Spielzeit für die "Geißböcke" gelungen, doch Löw hielt ihm wie Sturmpartner Miroslav Klose bedingungslos die Treue. Im ersten WM-Spiel gegen Australien dankte es der Angreifer dem Bundestrainer mit dem ersten deutschen WM-Treffer in Südafrika. Die öffentliche Kritik wurde schlagartig leiser.

Tore gegen die "Kleinen"

Doch nach insgesamt sechs schwankenden Leistungen auf der WM-Bühne keimt nun erneut Kritik an Poldi auf. Der Kölner bleibt noch ruhig, Druck ist ihm, der in Köln sowohl für Erfolge wie auch für Niederlagen in Personalunion verantwortlich ist, nicht fremd. "Wichtig ist erst einmal, dass wir das Spiel gewinnen. Wenn dann ein, zwei Tore mehr fallen, wäre das natürlich toll", sagte Podolski, der wohl auf seine schon oft unter Beweis gestellte Torgefahr gegen die "kleineren Gegner" in der Nationalmannschaft hofft.40 Tore in 80 Länderspielen gelangen ihm bislang – eine beeindruckende Quote. Sollte der Stürmer gegen den Fußballzwerg Aserbaidschan diese Bilanz noch weiter aufpolieren, dürften die Diskussionen um Podolski zunächst einmal verstummen. Die Betonung liegt auf "zunächst", denn Podolski polarisiert. Nicht wenige halten ihn schlichtweg für überschätzt, seine oft teilnahmslose Körpersprache provoziert so manchen Zuschauer, und auch seine etwas eindimensionale Spielweise, die nicht selten in kopflosen und überhasteten Fernschüssen endet, wird dem Linksfuß vorgehalten.

Stagnation und Positionsprobleme

Gemeinsam mit Kollege Bastian Schweinsteiger wurde Podolski beim Sommermärchen 2006 zum Lausbuben Poldi und hat dieses Image bislang noch nicht abgelegt. Während Schweini sich längst des Clown-Images entledigt hat und zum ernsthaften Führungsspieler reifte, ist Podolski einfach Poldi geblieben. Seine Entwicklung stagniert in allen Bereichen, die Konkurrenz steht schon bereit. Dem Kölner halfen in der Vergangenheit stets Tore im Nationalteam aus der Krise im Klub heraus, doch nun steht er genau dort unter Beobachtung.

Ein weiteres Problem für Podolski ist seine Position. Mal wird er als Angreifer in vorderster Front eingesetzt, mal als hängende Spitze aufgeboten. Im Nationalteam ist er sogar im linken Mittelfeld zuhause. Auf dieser Position kann er zwar seine Schnelligkeit ausspielen, doch auch seine Defizite im Defensivverhalten sind unübersehbar. Podolskis Ausweg aus der Krise ist denkbar einfach. Er braucht Tore. Klose hat es ihm vorgemacht.

Quelle: http://www.rp-online.de/sport/fussball/nationalelf/em/dfb/Podolski-steht-beim-Heimspiel-unter-Druck_aid_902570.html

»Wenn Bayer mir eine Rechnung schickt, werde ich das Geld überweisen.« (Der Stürmer Lukas Podolski hatte nach dem 2:3 in Leverkusen vor Wut eine Scheibe eingetreten)

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